Badische Zeitung vom Donnerstag, 6. April 2017

Musikalisches Wiedersehen

... Das musikalische Wiedersehen nach so langer Zeit ist ein Glücksfall. Mit ihrer sinnlichen, niemals belanglosen Stimme setzt Angela Mink so manchen Akzent an diesem Abend. Die musikalischen Seitenpfade, die die einen wie die anderen in der Zwischenzeit eingeschlagen haben mögen, ihre gewonnene Lebenserfahrung tragen zu einem neuen, sehr lebendigen und überraschend facettenreichen Klangbild bei.

... klingt Minks Version von "Cry me a river" so, als sei das Lied für sie geschrieben worden.

... Jochen Zoller mit der e-Geige, der vom katzenartigen Jammern bis hin zum Sound einer Jazz-Trompete mit Dämpfer die verschiedensten Klänge aus seinem Instrument zaubert.

... Martin Fangmeier, der am Tenorsaxophon mit geschmeidigem, glasklarem Ansatz Melodielinien spinnt ...

Auf die Spitze getrieben wird das in einer Bearbeitung Fangmeiers, in dem die schrägen Akkorde von Bläsern und e-Violine mit phrasenweise wechselnden Rhythmen unterlegt werden, ein überraschender Ansatz mit offenem Ende.   ... begeisterter Applaus.

Badische Zeitung vom Dienstag, 4. November 2014

Gediegene Jazzklänge in der Mühle

... Es schloss sich "Decade" an, eine Band aus der Region mit Kultstatus. Schon oft habe es Auftritte beim Jazzclub gegeben, so Schmidt: „Das ist unserer Hausgruppe". Bemerkenswert waren die vielen Instrumentalsoli, die auf beachtlichen, wenn nicht professionellen Niveau vorgetragen wurden und vom Publikum lautstark honoriert wurden.

... Bemerkenswert ist auch die neue Sängerin Dianne Rübsamen, die mit ihrer durchdringenden Blues-Stimme zu überzeugen wusste.

... Mit ein Highlight der Bandperformance war "Seven and a Half", eine Eigenkomposition von Keyboarder Arnd Jungermann, die der eindrucksvollen Darbietung die musikalische Krone aufsetzte.

... und hier gibt's Bilder dazu.


Badische Zeitung vom Donnerstag, 17. Oktober 2012

Jazz mit gebremsten Schaum, aber starker Stimme

Schlaglichter aus der ausführlichen Pressekritik:

  • Die neue Sängerin überzeugt.

  • Martin Fangmeier am Saxophon souverain, ...

  • Grundsolide die Rhythmusgruppe mit Ralf Kumke am Schlagzeug und Bernd-Ott Seitz am Bass, die beide mit schönen Soli hervortraten ...

  • Eindeutiger Glanzpunkt des Auftritts war die Sängerin Birte Schöler, die mit einer starken und beeindruckenden Stimme zwischen sanft schmeichelnd und äußerst kraftvoll ihren Titeln einen ganz persönlichen Klang gab. Für "Decade" eine eindrückliche Bereicherung, ...


Badische Zeitung vom Donnerstag, 25. September 2008

Jazz, Latin und Rock
in über 1000 Jahre alten Mauern

Das Ensemble Decade macht den gelungenen Auftakt zur Benefiz-Konzertreihe zugunsten der Renovierung von St. Cyriak

SULZBURG (fl). Ein großartiger Erfolg war das erste Konzert in der Benefizreihe zugunsten der Renovierung der über 1000 Jahre alten Klosterkirche St. Cyriak. Dass man in alten Kirchen nicht zwangsläufig nur alte Musik spielen kann, bewies der enorme Publikumsandrang beim Auftritt der Jazz-, Latin- und Rockformation Decade.

Mit Tenor- und Altsaxophon, Posaune, Bassgitarre, Keyboards, Schlagzeug und last but not least der facettenreichen Stimme von Sängerin Irina Mut legte die Band ein begeisterndes Programm vor.

Die Auftaktstücke, "Fly me to the moon" (Bart Howard) und " Mercy mercy mercy" bewiesen, dass die Akustik des Kirchenschiffs der leistungsfähigen Verstärkeranlage eigentlich gar nicht bedurfte. Das merkte allerdings auch die Band und stellte die Anlage so dezent ein, dass alle übrigen Stücke den ungeschmälerten Genuss einer souveränen Darbietung mit Feeling und kongenialem Musiziergeist boten.

Die meisten der Stücke im Repertoire des Ensembles Decade sind von Tenorsaxophonist Martin Fangmeier und Pianist Arnd Jungermann speziell für die Gruppe arrangiert. Diese einzigartigen Decade-Arrangements machen den individuellen und raffinierten Touch aus, mit welchen Decade typische Genreklassiker wie "Moonlight in Vermont" , "Black Coffee" oder "Angel Eyes" in Szene zu setzen weiß.

Sängerin Irina Mut aus Kasachstan singt seit einem Jahr bei Decade, und es ist bestimmt nicht übertrieben, hier von einem Glücksfall zu reden. Mit ihrer Stimme, die von verführerischer Erotik über samtig weiche, bluesige Klänge bis hin zur frechen Rockröhre alle Register ziehen kann, fasziniert sie ein um das andere Mal und zieht die Hörer vollkommen in ihren Bann, ohne sich total in der Vordergrund zu spielen.

Überhaupt ist die Band, deren Instrumentalisten Arnd Jungermann (Keys), Martin Fangmeier und Arnold Jost (Sax), Hans Martin Götschin (Posaune), Bernd-Ott Seitz (Bass) und Ralf Kumke (Drums) nun schon seit siebenundzwanzig Jahren zusammen spielen, bei allen Free-Elementen und Soloimprovisationen auf das Kongeniale angelegt. Mit ihrer groovigen Mischung aus klassischem Jazz sowie Latin- und Rockelementen beherrscht sie den richtigen Sound, die Tempi und dynamischen Finessen, aus dem Effeff.

Zum Schluss dreht die Band mit "Jodi grind" und "Masquerade" noch einmal mächtig auf: Mitreißende Soli und ein Sound, der nicht nur das Publikum im Takt schwingen lässt, sondern sich auch auf die ehrwürdigen Kirchemauern zu übertragen scheint.

Fazit: Ein Bombenerfolg für den Auftakt der Konzertreihe, der die Freunde der schönen Kirche von St. Cyriak vortrefflich auf die noch kommenden Ohrenschmäuse eingestimmt hat.



Oberbadisches Volksblatt, Lörrach vom 10.06.08

Temperamentvoll und eigenwillig

Müllheimer Band "Decade" begeisterte bei "Musik aus der Regio"

Dabei beeindruckt nicht nur die aus Kasachstan stammende Freiburgerin Irina Mut mit ihrer ausdrucksstarken und dennoch samtig weichen Stimme. Auch die dreistimmige Bläsergruppe mit Martin Fangmeier am Altsaxophon, Arnold Jost am Tenorsaxophon und Hans-Martin Götschin an der Posaune sorgte für den richtigen Groove mit ihren dynamischen Einsätzen und temperamentvollen Soli. Leicht und locker meisterte auch Jungermann selbst die schnellsten Läufe auf dem Piano. Mit Ralf Kumke am Schlagzeug und Bernd-Ott Seitz am Bass erhielten die Musiker rhythmisch sichere und versierte Unterstützung.

Auch das von Sängerin Irina Mut mitgebrachte Stück "Don't know why" (Norah Jones) sowie die Songs mit russischem Text rissen die Zuhörer mit.

Gut eingespielt präsentierte die Band auch ihre Instrumentalstücke, zu denen die temperamentvolle und quirlige Eigenkomposition "Just seven and a half" von Jungermann zählte. Auch bei "Black coffee" stimmte die ausgewogene Melange an kreativen und pulsierenden Akzenten.



Badische Zeitung, Lörrach vom 9.06.08

Grazile Sängerin mit Gänsehaut-Stimme

Regioband "Decade" gastierte im Nellie Nashorn in Lörrach

Zart hauchte sie die Worte im Rhythmus der Jazzmelodie "in other words, I love you" ins Mikro und sorgte mit ihrem ganz eigenen Timbre für Gänsehaut. Ihr Gesang fügte sich harmonisch in das Instrumentenensemble von Saxophon, Posaune, Bass, Schlagzeug und Klavier ein. Hatte man zu Beginn noch Bedenken, dass die Instrumente ihre Stimme überlagern könnten, so wurde man während des Konzerts eines Besseren belehrt. Ob Norah Jones Hit "Don't know why" oder Stings "Fragile": Irina Mut brillierte mit einer beeindruckenden Variabilität ihrer Stimme. Ob rauchig rau oder sanft gehaucht, und all die Zwischentonlagen: sie stimmten perfekt mit dem Instrumentalen überein.

Doch die sechs Decade-Männer können auch ohne Frau: in Eigenkompositionen wie "Decade" oder "Just 7 and a half" bewiesen die Instrumentalisten ihre Qualitäten. Ob abgestimmtes Zusammenspiel oder freies Improvisieren: Man merkte ihnen die Freude am Spiel sichtlich und hörbar an. Vor allem die beiden Saxophonisten Martin Fangmeier und Arnold Jost hatten ihren Spaß am Jazzen. Synchron drehten sie sich im Takt der Musik und sparten auch nicht an komödiantischen Slapsticks in den Spielpausen.

Raum und Zeit blieb auch für die anderen Bandkollegen. Jeder bekam sein Solo und nutzte dies gehörig aus: Arnd Jungermann mit synthetischen Keyboard-Melodien, Ralf Kumke mit einem explosionsartigen Trommelwirbel, Bernd-Ott Seitz ließ seine Basssaiten vibrieren und Hans Martin Götschin holte richtig tief Luft für ein gutes Posaunensolo.


Hörproben vom live-Mitschnitt


Badische Zeitung, Müllheim vom 30.10.06

Mitreissend nicht nur das Mercy, mercy, mercy

Jubiläumskonzert von Decade, zusammen mit dem Kammerchor, in der vollbesetzten Martinskirche erhält anhaltenden Applaus

Mit dem Lied: "Autumn comes", einem alten englischen Lied, stimmte der Kammerchor auf den Herbst ein. In der "Tierischen Suite" für gemischten Chor von Albrecht Haaf wurden Gedichte von Christian Morgenstern und Heinz Erhardt vertont. Neben der "Beichte des Wurms", und dem Lied der 1000-jährigen Schildkröte sorgte das lebhafte Lied über das bekannte Schicksal der Made für Erheiterung und verdienten Applaus.

Gemeinsam interpretierten Kammerchor und Decade dann den "Song for my father", bei dem Schlagzeug (Ralf Kumke), Klavier (Albrecht Haaf) und Saxofon (Martin Fangmeier) für viel Rhythmus sorgten und zusammen mit der Stimmenvielfalt des Chores die fantastische Akustik der Kirche zur Geltung brachten.

Mit einem der schönsten Stücke ihrer neuen CD, "Fly me to the moon", swingte sich die Decade mit ihrer französischen Sängerin Corinne Caroll in die Herzen der Zuhörer. Mit virtuosen Soli begeisterten Arnd Jungermann (Piano) und Arnold Jost (Tenorsaxofon), und erhielten verdienten Zwischenapplaus.

Aus den Tönen d, e, c, a, d, e hatte Jungermann ein Stück komponiert, das ursprünglich als Pausenfüller dienen sollte, den Musikern dann aber so gut gefiel, dass ein längeres Stück im 5/4 Takt daraus wurde, mit romantischen und wilden Improvisationen, begeistert aufgenommen vom Publikum.

In einer Mischung von Latin, Blues, Rock und Jazz groovte Decade weiter durch Programm, wechselte Tempo und Rhythmus mühelos und begeisterte durch zahlreiche Soli.
Herausragend immer wieder die Sängerin mit der rauchigen, vollen Stimme neben Martin Fangmeier, Altsaxofon, Arnold Jost, Tenorsaxofon, Hans-Martin Götschin, Posaune, Arnd Jungermann am Klavier, Bernd-Ott Seitz, Bass und Ralf Kumke am Schlagzeug.

 

Hörproben aus der "Jubiläums"-CD


Badische Zeitung, Müllheim vom 02.05.06

Nur ein Kuss der Bandsängerin bricht den Zauberbann der Musik

"Decade" - das steht für bunten Jazz, melodischen Gesang und instrumentale Stücke.

... die selbstbewußte französische Sängerin Corinne Caroll zog mit ihrer sehr ausdrucksstarken, facettenreichen Stimme die Zuhörer in ihren Bann. ... Sie überzeugte mit einer voluminösen Stimme und sang in allen Tonlagen mit einer beeindruckenden Kraft.

Arnold Jost und Martin Fangmeier am Saxophon verstanden es hervorragend, ihr Spiel in Szene zu setzen. Mit einem Duett, im Stil einer Unterhaltung mit Frage und Antwort, lebte der Auftritt nochmals auf.

Die spielerische Keckheit der Sängerin machte den Auftritt nicht nur zu einem Hörvergnügen, sondern auch zu einer amüsanten Unterhaltungsshow.

 


Badische Zeitung, Lörrach vom 30.03.04

Pulsierende Lebenslust

Decade im "Roten Hahn" in Lörrach

...Decade ist pulsierende Lebenslust, die sich in wohlgesetzter Polyphonie äußert, die von einer Musikrichtung zur anderen hüpft, dabei ihren Stil beibehält - und so fesselt.

Die ausdrucksstarken Bläser, Martin Fangmeier, Alt- und Baritonsaxofon, und Hans-Martin Götschin, Posaune, nehmen sich zunächst den Platz in den Gehörgängen, voluminös gewaltig, um doch auch wieder zurückzutreten um dem Piano und Arnd Jungermann seinen Raum zu geben.

Jungermann der maßgebliche Arrangeur der Gruppe, steuert eigene Kompositionen zum Repertoire bei, gibt Bekanntem den groovenden "Decade"-Sound und lotet immer wieder die Tiefen der Stücke aus - nicht nur seiner eigenen auch diejenigen anderer, Stings "Fragile" zum Beispiel....
Der Song war wie geschaffen für die charismatische Sängerin Corinne Caroll aus Mulhouse. Ihr leicht lasziver Alt bekam einen Unterton von melancholischer Reife.

 


Badische Zeitung, Freiburg vom 13.12.01

Voll virtuoser Improvisationen

...Auffallend waren die perfekt dahinfließenden Tempo- und Rhythmuswechsel, scheinbar mühelos realisiert. Lange Soli, von kleinerem Instrumentarium begleitet, wechselten mit krachenden Bläsersätzen, "Frage und Antwort"-Spielchen zwischen einzelnen Stimmen mit behutsam anklingender Polyphonie.

Man hörte harmonische Tiefgründe auslotende Klaviereinleitungen, melancholische Saxophone, eine deutlich hervortretende Bassbegleitung, ein facettenreich gespieltes Schlagzeug. ...

 


Alsace, Avril 2001

...mais Corinne Caroll a une voix grave dont la puissance emporte l'adhesion. Un dialogue entre la chanteuse et le bassiste talentueux, ...

 

Hörproben vom live-Mitschnitt


Badische Zeitung, Freiburg vom 17.12.99

Fetzig und abwechslungsreich

Die Jazzband "Decade" gastierte im Kulturcafe Nellie Nashorn und überzeugte

...Bei schwungvollen Stücken konnte kaum jemand ruhig sitzen. Überall sah man, wie jedes erdenkliche Körperteil im Takt zur Musik bewegt wurde...

Die charismatische, französische Sängerin Corinne Caroll fesselte mit rauchiger, voller Altstimme und lasziven Mienenspiel - sowohl der Augen, als auch der Ohren.

Besonders Anne Dietrich brachte es fertig, in schwindelnd schnellen, spannungsgeladenen Improvisationen ihrem Saxophon die feinsten Nuancen zu entlocken.

Arnd Jungermann, Komponist einiger Songs, fiel durch impulsive Gegenakzente am Keyboard in Form von Off-Beats, durch welche er maßgeblich am Drive beteiligt war, auf.

Der E-Bassist Bernd-Ott Seitz und Ralf Kumke an den Drums ließen keine Wünsche offen. Verläßlich und nicht aus der Ruhe zu bringen, präsentierten sie sich als taktgebendes Fundament. Allerdings ließen auch sie es sich nicht nehmen, immer wieder mit mitreißenden Soli und Breaks aus dem Hintergrund hervorzutreten, um dann sofort wieder, nachdem der Rest auf den Schlag genau wieder eingesetzt hatte, unter aufbrandendem Applaus darin zu verschwinden.